Großflecken: Gemeinsam eine Radweg-Lösung finden 

Jetzt bitte nicht mit dem Kopf durch die Wand: Das wird teuer, kostet uns Jahre und bringt uns kein bisschen voran – Die GRÜNEN in der Ratsversammlung hoffen auf eine vernünftige und pragmatische Lösung für den Radweg über den Großflecken.

„Wir sind uns doch alle einig: Der Radweg soll vor allem gut befahrbar und als solcher auch gut erkennbar sein“, betont der Fraktionsvorsitzende Sven Radestock: „Dass wir nun wegen der Farbe und Asphaltierung einen teuren Rechtsstreit riskieren und die Situation auf Neumünster meistgenutztem Radweg über Jahre nicht verbessern, können wir doch nicht ernsthaft wollen.“

Er appelliert deshalb an die Ratskolleg:innen, die in der September-Ratsversammlung mit knapper Mehrheit für einen asphaltieren Radweg in Signalfarben gestimmt haben, ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken. 

Mit der von der Verwaltung vorgeschlagenen Feststellungsklage (Drucksache) dauert es ein bis zwei Jahre, bis wir mit der Umgestaltung loslegen können – vorausgesetzt, dass die Stadt diese Klage gewinnt. Und das ist keineswegs selbstverständlich. Einfach ohne Einwilligung des Architekten zu bauen, könnte ebenfalls ein gerichtliches Nachspiel haben und hohe Schadensersatzforderungen nach sich ziehen – zumal das Urheberrecht auch vererbbar ist. Radestock: „Und wenn ein solches Urheberrecht vertraglich vereinbart wurde, dann fühlen wir uns diesem Vertrag auch verpflichtet. Am Ende droht die Stadt vor einem teuren Scherbenhaufen zu stehen, während sich Radfahrer:innen weiter über das unzumutbare Holperpflaster ärgern und sich mit Fußgänger:innen in die Quere kommen.“

Als einzig sinnvolle und vertretbare Lösung bleibt aus Sicht der GRÜNEN somit, die ursprünglich geplante Gestaltung mit Naturstein-Platten umzusetzen. „Dies wäre städtebaulich ansprechend, der Weg hebt sich trotzdem deutlich von der Umgebung ab, und die Bäume würden nicht in Mitleidenschaft gezogen“, so der Fraktionsvorsitzende.

In der kommenden Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses werden wir gemeinsam mit der SPD einen entsprechenden Änderungsantrag einbringen.

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