Sven Radestock (Grüne) & Volker Andresen (SPD) zur Februar-Ratsversammlung

Kein Turbo für den Großflecken, kein Anschub für mehr Solarenergie in Neumünster: „Wir bedauern, dass hier in der jüngsten Ratsversammlung gute Chancen vergeben wurden“, teilten die Fraktionsvorsitzenden Volker Andresen (SPD) und Sven Radestock (Grüne) in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Besonders unverständlich sei dabei die Entscheidung zum Großflecken. In einem fraktionsübergreifenden Antrag, den SPD und Grüne gemeinsam mit FDP, Linke und LKR gestellt hatten, wollte man die besonders dringenden Baumaßnahmen vorziehen. „Da in Aussicht gestellt wurde, dass mit der Umgestaltung erst im Jahr 2021 begonnen werden soll, wollten wir zunächst den Radweg erneuern und verbessern und die dringend nötigen Fußgängerquerungen bauen lassen“, erläutert Sven Radestock. Damit würden zwei der Hauptkritikpunkte zeitnäher beseitigt.

„Doch wir konnten nicht einmal inhaltlich darüber sprechen, weil keine Zweidrittel-Mehrheit der Dringlichkeit für diesen Antrag zugestimmt hatte“, bedauert Volker Andresen. Dabei sei inhaltlich durchaus Übereinstimmung möglich gewesen: “ Schließlich handelt es sich exakt um die Maßnahmen, für die die CDU und ihr Bürgermeister Olaf Tauras unter dem Schlagwort „Kleine Großflecken-Lösung“ geworben hatten.“ Der Antrag soll deshalb für die nächste Sitzung im Mai fristgerecht eingebracht werden.

Denkbar knapp war auch das Abstimmungsergebnis für ein Solar- Kataster: Da ein Ratsherr berufsbedingt fehlte, endete das Votum unentschieden, die Vorlage wurde damit abgelehnt. „Das ist einfach nur schade, denn alle Einwohnerinnen und Einwohner hätten mit dieser Übersicht eine unkomplizierte Möglichkeit gehabt, sich schnell zu informieren, ob in ihrem Wohnbereich Solarenergie sinnvoll sein könnte“, so Andresen und Radestock: „Dies wird uns aber nicht entmutigen, weiter für mehr Klimaschutz in Neumünster einzutreten. Schließlich haben sich alle demokratischen Vertreter in der Ratsversammlung zu diesem Ziel bekannt.“

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